Unsere Bildungsarbeit
Dieser Text stammt aus unserem ersten Jahr, 2013.
Nach der Gründung des ersten Friedenszentrums im Norden des Libanon und dem Aufbau unserer Aktivitäten dank unserer Sommerfreiwilligen haben wir mit dem neuen Schuljahr im Oktober 2013 unsere regelmäßige Bildungsarbeit aufgenommen. Unser Hauptziel ist es, junge syrische Flüchtlinge zurück in die Schule zu bringen. Viele von ihnen sind seit mehr als zwei Jahren ohne regelmäßigen Unterricht.
Doch die Herausforderungen im Libanon sind enorm. In den öffentlichen Schulen gibt es schlicht nicht genug Platz! Nach Angaben der UN leben im Land inzwischen mehr Flüchtlingskinder im Schulalter als libanesische. Außerdem wird an den meisten libanesischen Schulen auf Französisch unterrichtet, einer Sprache, die im syrischen Lehrplan kaum vorkam. Das libanesische Ministerium und die UN versprachen dennoch, dass alle Flüchtlingskinder eingeschult werden können. Wir haben unseren täglichen Französisch-Intensivunterricht vier Wochen lang fortgesetzt, bis klar wurde, dass dieses Versprechen nicht eingehalten wird. Das war für uns der Moment, unser Angebot weiter aufzufächern: Für die älteren Kinder (12 bis 16) führen wir den täglichen Französischunterricht fort, da wir hoffen, dass sie sich zumindest für einen offiziellen Abschluss anmelden können. Außerdem haben wir eine informelle Lagerschule für die jüngeren Kinder (6 bis 11) eingerichtet, um ihnen eine umfassende Grundschulbildung zu geben. Und schließlich bieten wir Hausaufgabenhilfe an, vor allem auf Französisch, damit die Kinder, die eingeschult werden konnten, in der Schule bleiben. Auch Libanesen nehmen an dieser Hausaufgabenhilfe teil, denn wir wollen, dass alle Bedürftigen davon profitieren.
Ende 2013 erhalten mehr als 300 Kinder und Jugendliche durch unsere lokalen und internationalen Mitarbeitenden regelmäßigen Unterricht, die Hälfte von ihnen täglich, die andere Hälfte zweimal pro Woche als Hausaufgabenhilfe. Wir unterrichten in den beiden Klassenzimmern unseres Friedenszentrums und inzwischen in 3 Außenzentren in seiner Umgebung. Zwei weitere Außenzentren sollen Anfang 2014 ihre Arbeit aufnehmen. Aber es wird noch viel mehr gebraucht! Danke für Ihre Unterstützung.
Die Arbeit unserer Sommer-Freiwilligen
Dieser Text stammt aus unserem ersten Jahr, 2013.
In diesem Sommer kamen 18 Freiwillige aus aller Welt, um unser erstes Friedenszentrum mit Leben zu füllen. Junge Frauen und Männer unterschiedlichster Herkunft, von Mexiko bis Indien, von der Schweiz bis in den Libanon, kamen nach Bkarzla im Norden des Libanon, nur 12 km südlich der syrischen Grenze, um syrischen Flüchtlingen und bedürftigen Libanesen zu helfen. Auf dem Programm: 4 Wochen intensiver Sprachunterricht, um Kinder fit für das libanesische Schulsystem zu machen.
Mehr als 60 Kinder besuchten den Unterricht, 47 schlossen ihn erfolgreich ab. Viele der Kinder waren seit zwei Jahren oder länger nicht mehr in der Schule. Für Kinder unter 10 Jahren boten wir eine Tagesbetreuung an: Spiele, Singen, Tanzen und Malen. Mehr als 80 Kinder nahmen an unseren wöchentlichen Geländespielen am nahe gelegenen Fluss und in den schönen libanesischen Bergen teil. Unsere Freiwilligen sind in den Lagern noch vielen weiteren Flüchtlingen begegnet. Einige Freiwillige brachten auch Spenden mit, mit denen im Rahmen unserer Programmlinie Humanitäre Hilfe eine medizinische Ambulanz ausgestattet wurde. Herzlichen Dank an unsere Freiwilligen Constance Proux, Alyette Tritsch und Evangéline de Bourgoing für die schönen Fotos!










































Beginn der Ramadan-Aktivitäten
Dieser Text stammt aus unserem ersten Jahr, 2013.
Am 9./10. Juli begann im Libanon der heilige Monat Ramadan. Dem Aufruf von Pater Paolo Dall’Oglio und anderen folgend, schließen wir uns dem Fasten an, in geistlicher Solidarität mit denen, die in Syrien leiden. Wir hoffen, dass der Ramadan 2013 ein Ramadan der Umkehr und der Versöhnung wird. Unsere besonderen Aktivitäten begannen im Umfeld unseres ersten Friedenszentrums im Distrikt Akkar im Libanon mit einem Marsch in den Ramadan, mit syrischen Flüchtlingskindern und libanesischen Freiwilligen verschiedener Konfessionen. Wir haben Iftar-Taschen verteilt und werden einige größere Friedens-Iftars zwischen Muslimen, Christen und Menschen anderer Glaubensrichtungen oder Überzeugungen im Libanon und in ganz Europa organisieren. (Fotos von unserem Mitglied Almedina Musić, Juli 2013)









Vorbereitungen für unser erstes Friedenszentrum
Dieser Text stammt aus unserem ersten Jahr, 2013.
Die Vorbereitungen für die Eröffnung unseres ersten Friedenszentrums für die syrische Jugend in Not gehen in die letzte Phase. Wir haben endlich die Rechtspersönlichkeit im Libanon erhalten und zwei Städte als die besten Standorte ausgemacht: Halba im Norden und Job Jennine in der Bekaa-Ebene. Beide liegen nur wenige Kilometer von der syrischen Grenze entfernt; in beide sind sehr viele syrische Flüchtlinge gekommen; beide sind konfessionell gemischt. Jetzt geht es darum, den ersten Lenkungsausschuss aus lokalen moralischen Autoritäten verschiedener Konfessionen zusammenzubringen und das Haus zu finden und zu eröffnen. Weitere Bilder gibt es auf unserer Facebook-Seite! (Fotos von unserem Mitglied Constance Proux, April 2013)












Feldforschung in der Bekaa-Ebene
Dieser Text stammt aus unserem ersten Jahr, 2013.
Begegnung mit der Wirklichkeit der Flüchtlinge in der westlichen Bekaa-Ebene, nur wenige Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Die Menschen erzählten uns: Nachts hören sie den Beschuss von Damaskus, gleich hinter den Bergen … Februar 2013. Vielen Dank an Félicité de Maupeou für die iPhone-Fotos! Weitere Bilder gibt es auf unserer Facebook-Seite!









Zeichnungen von Flüchtlingskindern
Dieser Text stammt aus unserem ersten Jahr, 2013.
Diese Zeichnungen haben uns syrische Flüchtlingskinder im Norden des Libanon im Januar 2013 geschenkt. Nach Angaben der UN sind mehr als 50 % der syrischen Flüchtlinge Kinder. Die Motive ihrer Zeichnungen zeigen drastisch, was sie ertragen und mit ansehen mussten. Einige zeigen ein normales Leben, die meisten aber erzählen von Gräueltaten und Krieg.









Feldforschung im Norden des Libanon
Dieser Text stammt aus unseren Anfängen.
Feldbesuche im Norden des Libanon, zusammen mit Friedrich, unserem Vorsitzenden, und Pater William, R&R-Mitglied aus Irland: Besuch einer informellen Schule für syrische Flüchtlinge in Berqayel, einiger Dörfer im Distrikt Akkar, des maronitischen Erzbischofs von Tripoli sowie alawitischer und sunnitischer Gemeinschaften in Tripoli, die gegeneinander kämpfen. (Die meisten Fotos stammen von unserem Mitglied Constance Proux)















Fotos aus Syrien von Virginie Nguyen
Diese Fotos stammen aus dem Jahr 2012.
Aufgenommen im Oktober 2012 – www.virginie-nguyen-hoang.be






























