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Erdbeben-Nothilfe

Dringender Aufruf zu Überlebenshilfe für Salqin

Trümmer eingestürzter Gebäude, Bagger und Menschen auf einer Straße in Salqin nach dem Erdbeben vom 6. Februar 2023

Salqin, Syrien, nach dem Erdbeben vom 6. Feb. 2023. © R&R International AISBL

Trümmer füllen eine Straße zwischen beschädigten Wohnblöcken in Salqin

Salqin, Syrien, nach dem Erdbeben vom 6. Feb. 2023. © R&R International AISBL

Ein Mann sieht zu, wie Bagger in Salqin Trümmer zwischen beschädigten Gebäuden räumen

Salqin, Syrien, nach dem Erdbeben vom 6. Feb. 2023. © R&R International AISBL

Ein Radlader neben einem Haufen Beton und verbogener Bewehrungsstäbe in Salqin

Salqin, Syrien, nach dem Erdbeben vom 6. Feb. 2023. © R&R International AISBL

Trümmer versperren in Salqin eine Geschäftsstraße mit geschlossenen Rollläden

Salqin, Syrien, nach dem Erdbeben vom 6. Feb. 2023. © R&R International AISBL

Ein Mensch sucht in den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes in Salqin

Salqin, Syrien, nach dem Erdbeben vom 6. Feb. 2023. © R&R International AISBL

Wir brauchen dringend Ihre Unterstützung, um den Familien unserer Schülerinnen und Schüler in der Stadt Salqin lebensrettende Nothilfe zu leisten. Salqin liegt 5 km von der türkisch-syrischen Grenze entfernt und wurde bei dem Erdbeben der Stärke 7,8 am vergangenen Montag, dem 6. Februar, weitgehend zerstört.

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Wir brauchen mindestens 25.000 $, um den Familien unserer Schülerinnen und Schüler, die ihr Zuhause verloren haben, Notunterkünfte und warme Mahlzeiten zu bieten. In der Gegend um Salqin sind keine Zelte erhältlich, doch unsere Freiwilligen bauen behelfsmäßige Häuser aus Ziegeln und liefern warme Mahlzeiten. Ein Ziegelhaus pro Familie kostet rund 400 $. Die Zutaten für eine warme Mahlzeit pro Familie kosten zwischen 5 und 8 $. Unsere Freiwilligen versuchen außerdem, so schnell wie möglich Decken, Kleidung und Medikamente zu beschaffen. Jeder Betrag, der auf unseren Konten eingeht, wird sofort nach Salqin weitergeleitet.

Wir garantieren, dass alle Gelder, die auf unseren Konten mit dem besonderen Vermerk „Earthquake“ eingehen, zu 100 % an die Familien in Salqin gehen. Die Nothilfe wird über die Freiwilligen unseres syrischen Zweigs vor Ort geleistet. Alle Verwaltungs- und Transaktionskosten tragen wir aus unserem allgemeinen Budget. (Unsere Verwaltungskosten liegen seit dem Beginn unserer Arbeit unter 1 %. Die Transaktionskosten sind dank der informellen Überweisungssysteme, die unsere Freiwilligen vor Ort nutzen, auf höchstens 2 % begrenzt. Wir garantieren, dass keine dieser Gebühren an terroristische Organisationen oder Kriegsverbrecher geht, die von den USA oder der EU mit Sanktionen belegt sind.)

Das tödliche Erdbeben vom Montag, dem 6. Februar, hat im türkisch-syrischen Grenzgebiet einige der verwundbarsten Menschen der Welt getroffen. Diese Region beherbergt die meisten Geflüchteten und Binnenvertriebenen des Syrienkriegs. Der am schwersten getroffene Teil Syriens ist die Provinz Idlib, die größtenteils von verschiedenen Milizen kontrolliert wird, die gegen das Assad-Regime kämpfen; einige davon sind als terroristische Organisationen mit internationalen Sanktionen belegt. Mehr als 4,5 Einwohner dieser Region, die meisten von ihnen Binnenvertriebene, die vor der Unterdrückung und den Bombardierungen des Assad-Regimes geflohen sind, wurden täglich von den Truppen Assads und Putins beschossen. Das Erdbeben hat Katastrophe auf Katastrophe gehäuft.

In unserem ersten Hilferuf baten wir alle unsere Spender und Freunde um einen Beitrag für den Syrischen Zivilschutz, besser bekannt als „die Weißhelme“, die in den am stärksten betroffenen Gebieten Idlibs Heldenhaftes leisten. Seit vielen Jahren retten die Weißhelme Überlebende der Bombardierungen durch die Luftwaffe Assads und Putins, die vor allem zivile Infrastruktur angegriffen hat. Die Weißhelme arbeiten unabhängig von jeder terroristischen Organisation oder Miliz. Sie wurden mit mehreren Preisen und internationalen Auszeichnungen geehrt. Wir bitten Sie weiterhin, sie zu unterstützen.

In den letzten Tagen haben wir jedoch erfahren, dass vier der 182 Schülerinnen und Schüler des Lernzentrums von R&R in Salqin bei dem Erdbeben ums Leben gekommen sind. Die meisten anderen haben ihr Zuhause verloren und leben nun mit ihren Familien auf der Straße. Auch wenn Suche und Rettung die erste Notwendigkeit sind, können wir die Familien, für die wir da sind, nicht im Stich lassen. Die örtlichen Freiwilligen unseres syrischen Zweigs haben eine erste Bedarfserhebung durchgeführt, und wir bitten Sie um Ihre Großzügigkeit, um den Überlebenden zu helfen. Die Temperaturen liegen in dieser Gegend derzeit um 0 °C. Vielen Überlebenden droht der sichere Tod, wenn nicht bald internationale Hilfe eintrifft. Wir garantieren, dass jede Spende, die wir mit dem besonderen Vermerk „Earthquake“ erhalten, zu 100 % an die Familien in Salqin geht.

Internationale Hilfe erreicht dieses Gebiet kaum. Obwohl die Regierung Assad versprochen hatte, einen Teil der humanitären Hilfe, die über die Vereinten Nationen und angeschlossene NGOs in Damaskus ankommt, nach Idlib weiterzuleiten, wurde keines dieser Versprechen eingelöst. Aus diesem Grund hat der UN-Sicherheitsrat den UN-Organisationen ausnahmsweise erlaubt, grenzüberschreitende Hilfe aus der Türkei ohne Zustimmung der syrischen Regierung zu leisten. Russland hat als ständiges Mitglied des Sicherheitsrats wiederholt mit einem Veto gegen diese grenzüberschreitende Hilfe gedroht und so die zugelassenen Grenzübergänge auf einen einzigen reduziert: Bab Al-Hawa, nahe der Stadt Antakya. Trotz dieser Drohungen wurde die Genehmigung für grenzüberschreitende Hilfe am 9. Januar 2023 um weitere 6 Monate verlängert. Dennoch brauchten die UN-Organisationen drei Tage, bis am 9. Februar endlich ein Hilfskonvoi für die Überlebenden des Erdbebens die Grenze erreichte.

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