SucheKontakt

Relief & Reconciliation

Unsere Programme

Eine eigene Methode

Auf Grundlage der langjährigen Erfahrung unserer Mitglieder in der Friedensarbeit, der humanitären Hilfe und dem interreligiösen Dialog haben wir eine eigene Methode entwickelt. Wir verbinden Friedensarbeit mit praktischer Hilfe, indem wir Zusammenarbeit und Vertrauen zwischen verschiedenen Gemeinschaften fördern. Drei Grundsätze leiten unser Handeln:

  1. Friedensarbeit gegen innere Unruhen muss auf lokaler Ebene beginnen. Das soziale Gefüge einer Gesellschaft kann keine Regierung und keine Militärmacht wiederherstellen, sondern nur die Betroffenen vor Ort. Wir konzentrieren uns auf die Gebiete, in denen Spannungen oder offene Gewalt das friedliche Zusammenleben verschiedener Gemeinschaften und Gruppen gefährdet haben.

  2. Friedensarbeit ist eine moralische Herausforderung. Der Verfall einer Gesellschaft durch Krieg und Gewalt lässt sich nur durch ihre eigenen moralischen Kräfte überwinden. Sie müssen das Gleichgewicht finden zwischen Gerechtigkeit und Frieden, zwischen Wahrheit und Barmherzigkeit. Wir beziehen diejenigen ein, die in ihrer Gemeinschaft moralische Autorität genießen: religiöse Würdenträger und andere Vertreter der Zivilgesellschaft.

  3. Friedensarbeit beruht auf gegenseitigem Vertrauen. Vertrauen wiederum wächst mehr durch Taten als durch Worte. Wir vereinen moralische Autoritäten um ein greifbares Anliegen: die Zukunft der Jugend in Not. Sie sind eingeladen, einen lokalen Lenkungsausschuss für die Gründung eines Friedenszentrums zu bilden: eines Hauses, das jungen Menschen verschiedener Gemeinschaften als offener Raum dient.

In unseren Friedenszentren bieten erfahrene Lehrkräfte, Psychologinnen und Psychologen sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter individuelle und gemeinschaftliche Aktivitäten, Fertigkeitstrainings, Kurse und materielle Unterstützung an. Frieden zu schaffen ist daher das übergeordnete Ziel unserer Arbeit, die von drei Säulen unserer täglichen Tätigkeit getragen wird: psychosoziale Unterstützung, schulische Unterstützung und humanitäre Hilfe.

Religion spielt in der syrischen Politik eine wichtige Rolle, sowohl für die Identität als auch für die Ethik. Die notwendige Versöhnung zwischen Sunniten und Schiiten wird auch für die Zukunft der Christen und anderer Minderheiten entscheidend sein. Deshalb werden die Lenkungsausschüsse unserer Friedenszentren aus maßgeblichen moralischen Autoritäten bestehen, die die vielfältigen Strukturen der syrischen Zivilgesellschaft widerspiegeln. Unter ihnen werden religiöse Würdenträger verschiedener Konfessionen eine wichtige Rolle spielen. Über alle Aktivitäten entscheiden wir gemeinsam mit dem lokalen Lenkungsausschuss.

Wir betonen unsere Unparteilichkeit bei der Hilfe für Menschen in Not. Unsere Hilfe ist unparteiisch und richtet sich nicht nach Nationalität, Herkunft, Religion oder politischer Zugehörigkeit, sondern allein nach der Bedürftigkeit. Neutralität bedeutet weder Unwissenheit noch Gleichgültigkeit. Wir bleiben neutral, um den Dialog zu erleichtern, aber wir scheuen uns nicht, Verletzungen grundlegender Menschenrechte anzuprangern.

Unsere Arbeit vor Ort

Unser erstes Friedenszentrum wurde Anfang Juli 2013 in der nördlichen Grenzregion des Libanon eröffnet. Die Eröffnung eines zweiten Friedenszentrums in der östlichen Grenzregion wird vorbereitet. Wir wollen in Syrien selbst tätig werden, sobald der Zugang möglich ist, doch die Friedenszentren in den libanesischen Grenzregionen sind nicht zeitlich begrenzt.

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr über die Gründung unseres ersten Friedenszentrums und über unsere Programmlinien für praktische Hilfe. Bis heute beruht unsere Arbeit allein auf Einzelspenden. Bitte helfen Sie uns, fortzusetzen, was wir begonnen haben! Bitte klicken Sie hier, um zu spenden!