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Die Befreiung Syriens

Feiern und Vorbereitungen für die Zukunft

Eine Menschenmenge feiert nachts auf einer Straße in Akkar, ein Mann schwenkt die Fahne der Freien Syrer

Was für eine Nacht! Wir blicken zurück auf den 8. Dezember 2024, den Tag der Befreiung Syriens von mehr als 54 Jahren Diktatur unter dem Assad-Regime. In Akkar, der Region unseres Friedenszentrums im äußersten Norden des Libanon, strömten Tausende auf die Straßen und entrollten die Fahnen des Freien Syrien, die so viele Jahre lang versteckt gewesen waren. Unsere syrischen Jugendleiter teilten ihre Freude in den sozialen Medien und organisierten Feiern in unseren Zentren. Man kann sich die Gefühle kaum vorstellen nach Jahren der Not in den Lagern des Libanon, oft ohne offiziellen Status oder rechtlichen Schutz.

Unser Verein steht solidarisch an der Seite aller Menschen, für die wir da sind – Libanesen wie Syrer –, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Glauben. Die meisten unserer syrischen Mitarbeitenden und Freiwilligen sind zu einem ersten Besuch nach Syrien zurückgekehrt. Wir haben außerdem eine Umfrage unter den Familien unserer Schülerinnen und Schüler durchgeführt, um mehr über ihre Pläne und Absichten zu erfahren. Es zeigt sich, dass 23 % von ihnen bereits dauerhaft zurückgekehrt sind. Viele weitere möchten im kommenden Jahr zurückkehren, aber ihre Häuser sind noch zerstört.

Weiter unten erfahren Sie mehr über die genauen Ergebnisse unserer Umfrage. Sie sind für die künftige Ausrichtung unserer Arbeit sehr wichtig.

Umfragegrafik: 23 % schon nach Syrien zurückgekehrt, 29 % kehren dieses Jahr zurück, 34 % später, 14 % gar nicht

Blitzumfrage unter unseren syrischen Schülerinnen und Schülern in Akkar

Etwa die Hälfte unserer Schülerinnen und Schüler in der Region Akkar im Libanon sind Libanesen, die andere Hälfte Syrer. Von den 407 syrischen Schülerinnen und Schülern, die derzeit in den R&R-Lernzentren eingeschrieben sind, haben 313 an unserer Blitzumfrage über WhatsApp teilgenommen. 23 % gaben an, dass ihre Familien sich bereits in den ersten zwei Monaten nach dem Sturz des Assad-Regimes wieder in Syrien niedergelassen haben. Weitere 63 % möchten so bald wie möglich zurückkehren, etwa die Hälfte von ihnen in den kommenden Monaten (29 % aller Befragten) und die andere Hälfte nach Jahresende. Nur 14 % sagen, dass ihre Familien überhaupt nicht zurückkehren wollen.

Umfragegrafik zum Wohnen: 70 % völlig zerstört, 16 % teilweise zerstört, 6 % stehen noch, 8 % ohne eigenes Haus

Der wichtigste Grund für Verzögerungen bei den Rückkehrplänen ist die Wohnsituation in Syrien. 70 % aller Befragten unter unseren syrischen Schülerinnen und Schülern im Libanon sagten uns, dass ihr altes Haus oder ihre alte Wohnung vollständig zerstört ist. Weitere 16 % sagten, ihr Haus sei teilweise zerstört. 8 % besaßen kein Haus, und nur 6 % sagten, dass ihr Haus noch steht. In der aktuellen Lage, mit hohen Schulden und einem Familieneinkommen, das kaum das Existenzminimum deckt, können sich die meisten Familien den Wiederaufbau ihrer Häuser nicht leisten. Viele von ihnen haben um Hilfe gebeten.

Umfragekarte von Syrien mit der Herkunft der Schülerinnen und Schüler, vor allem Homs, Qusayr und Hama

Wir halten Sie über unsere Einschätzungen und Pläne für die Zukunft auf dem Laufenden. Wir hoffen, die Familien unserer Schülerinnen und Schüler nach Syrien zu begleiten und unsere Arbeit dort auszuweiten. Die meisten unserer syrischen Schülerinnen und Schüler stammen ursprünglich aus dem Gouvernement Homs. Innerhalb des Gouvernements Homs ist die Stadt Qusayr die Gemeinde, aus der die meisten unserer Schülerinnen und Schüler vertrieben worden waren. Qusayr ist auch die Stadt, in der unser Mentor und Mitgründer, Pater Paolo Dall’Oglio, 2012 für die Versöhnung gefastet hatte, kurz bevor er vom Assad-Regime aus Syrien ausgewiesen wurde.

Unsere Arbeit im Libanon geht weiter, mit libanesischen Schülerinnen und Schülern und allen anderen, die Hilfe brauchen, doch wir möchten neue Friedenszentren in Syrien eröffnen. Wir wissen noch nicht, was die Zukunft bringt, aber wir sind sicher, dass der Sturz des Assad-Regimes Millionen Menschen neue Hoffnung gibt. Nach dem Sieg der Syrischen Revolution ist es jetzt Zeit für Gerechtigkeit und Frieden.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer großzügigen Spende! Wir sind auf Ihre Hilfe angewiesen, um unsere Arbeit für Hilfe und Versöhnung in Syrien fortzusetzen.

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