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Ein Ramadan der Solidarität

Überlebenshilfe in Idlib nötiger denn je

Banner „Ramadan of Solidarity“ auf Englisch und Arabisch über einem Lager aus Zelten und Notunterkünften

Der heilige Monat Ramadan steht bevor, und Millionen Muslime auf der ganzen Welt werden tagsüber fasten, bevor sie bei Sonnenuntergang Familie, Freunde und Fremde willkommen heißen, um gemeinsam das Fasten zu brechen. Es ist eine besondere Zeit der Läuterung und der Gastfreundschaft, in der man weniger verbraucht und den Armen die Zakat, die Almosengabe, gibt. In diesem Jahr jedoch hat das Fastenbrechen einen bitteren Beigeschmack. Wie können wir fröhlich sein und essen, wenn in Gaza Kinder verhungern, wenn Zehntausende getötet worden sind?

Wir rufen alle Menschen guten Willens auf, sich uns in diesem Jahr für einen Ramadan der Solidarität anzuschließen. Muslime, Christen, Juden und alle Menschen guten Willens sollen in Menschlichkeit und Solidarität mit allen Leidenden vereint sein. Wir fordern eine allgemeine Waffenruhe während dieses heiligen Monats, in Gaza, Syrien, dem Libanon, der Ukraine … und überall dort, wo die brutale Gewalt von Krieg und Unterdrückung Männer, Frauen und Kinder tötet. Unser Fasten ist ein Zeichen unserer entschiedenen Haltung gegen jede Form von Gewalt und unserer Solidarität mit der muslimischen Umma.

Wir bitten auch um Ihre Großzügigkeit. Die Menschen, für die wir im Gouvernement Idlib in Syrien da waren, brauchen unsere Hilfe mehr denn je. Unter der Herrschaft islamistischer Milizen waren sie in hohem Maß auf private islamische Hilfswerke aus der Golfregion und aus aller Welt angewiesen. Diese privaten Spenden gehen heute nach Gaza, aus gutem Grund. Doch die Menschen in Idlib, darunter mehr als 3,5 Millionen Binnenvertriebene, die vor den Bomben des Assad-Regimes geflohen sind, bleiben allein mit den Trümmern von 13 Jahren Krieg und Unterdrückung und dem schrecklichen Erdbeben, das darauf folgte.

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Infografik zum Erdbeben 2023 in der Türkei und Syrien: 52.000 Tote und die Schäden in Salqin

Ein Jahr nach dem Erdbeben der Stärke 7,8 vom 6. Februar 2023, das im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien mehr als 50.000 Menschen tötete, wollten wir das Lernzentrum wiedereröffnen, das wir in der Stadt Salqin im Gouvernement Idlib in Syrien, 5 km von der türkischen Grenze entfernt, betrieben hatten. Doch unsere örtlichen Freiwilligen und Mitarbeitenden flehten uns an, stattdessen die Verteilung von Lebensmitteln wieder aufzunehmen. Die Spenden für das Gouvernement Idlib sind stark zurückgegangen, und die Menschen kämpfen verzweifelt ums Überleben.

Wie im vergangenen Jahr wollen wir während des Ramadans täglich Mahlzeiten an bis zu 3.000 bedürftige Menschen verteilen. Wir brauchen mindestens 5.000 EUR, um während der 30 Tage des Ramadans täglich 100 verschiedene Familien mit warmen Mahlzeiten zu versorgen. Eine Mahlzeit für eine Familie von durchschnittlich 6 Personen kostet uns also etwa 1,67 €. Kostengünstiger geht es nicht! Wir wechseln uns ab, um alle bedürftigen Familien der Gegend zu erreichen. Jede Familie erhält mindestens eine warme Mahlzeit pro Woche. Dieser Plan wurde von der örtlichen Gemeinschaft ausgearbeitet, ohne jede Beteiligung bewaffneter Gruppen oder örtlicher Behörden.

Bitte sagen Sie es weiter und setzen Sie ein Zeichen der Solidarität und der Großzügigkeit! Wenn Sie im Verwendungszweck Ihrer Überweisung den besonderen Vermerk „Ramadan of Solidarity“ angeben, garantieren wir, dass 100 % Ihrer Spende in die Nothilfe mit Lebensmitteln in Salqin fließen. Die geringen Transaktionskosten tragen wir aus unserem allgemeinen Budget. Über das Ergebnis der Kampagne berichten wir in den Kommentaren unten.

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